Was will ich eigentlich?

was will ich vom leben

Wenn wir an einen Punkt in unserem Leben kommen, wo wir ganz nah bei uns sind und überlegen was wir eigentlich vom Leben wollen, stellen wir oftmals fest, dass diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist. Diese Frage stellen wir uns zumeist dann, wenn wir nicht zu 100% erfüllt oder glücklich sind. Das muss nicht immer gleich eine große Krise sein, aber zumindest ein kleiner Wendepunkt in dem wir unseren Fokus festlegen bzw. herausfinden wollen, worauf wir diesen eigentlich legen möchten. Von klein auf lernen wir erfolgreich sein zu müssen, weil das anerkannt ist von all unseren Mitmenschen. Durch Erfolg werden wir glücklich und bekommen die Aufmerksamkeit und Anerkennung nach der wir alle streben. Ich glaube, dass dort das Problem seine Wurzel hat. Es ist eine falsche Denkweise, die z.B. auch vom Psychologen und Autor Shawn Achor erforscht wurde. Er veröffentlichte in einem seiner Ted Talks, dass wir diese Annahme umkehren müssen. Wir sollten nicht Erfolg anstreben um dann glücklich zu sein, sondern anders herum. Denn äußere Einflüsse machen uns nur bedingt glücklich. 90% des Glücks kommt von innen. Wenn wir glücklich sind, dann werden wir auch automatisch erfolgreicher.

Konzentriere dich darauf was du alles schon hast, anstatt darauf was dir noch fehlt. Wenn du für alle deine Erfahrungen und Dinge die du bereits besitzt dankbar bist, fällt es dir leichter glücklich zu sein. Konzentriere dich nicht darauf was du noch alles brauchst, um endlich „perfekt“ zu sein. Ändere die Perspektive! Es gibt nicht die eine Sache die dich glücklich macht, sondern es sind die vielen kleinen Dinge die unseren Tag und am Ende unser Leben gestalten.

Um herauszufinden was wir wirklich wollen und mit unserem Leben anfangen möchten, ist es wichtig alte Glaubenssätze zu überdenken. Oftmals sind diese auch unterbewusst so fest in uns verankert, ohne das wir es überhaupt (bewusst) wissen. In diesem Zusammenhang kann ich das Buch ‚Die vier Versprechen‘ jedem ans Herz legen. Es hat mich sehr zum Denken angeregt darüber was von uns erwartet wird oder was wir eigentlich im tiefsten Inneren selbst von uns erwarten. Oftmals wird nur Ersterem Beachtung geschenkt. Am Anfang des Buches wird beschrieben, wie wir schon als Kind auf bestimmte Verhaltensweisen und Gedankenmuster getrimmt werden und diese dann irgendwann auch selbst so stark glauben, dass wir gar keine andere Sichtweise mehr zulassen. Dieses systematische Programmieren der Menschen geschieht in der Schule, durch unsere Eltern bzw. die Gesellschaft an sich. Oftmals ist es auch gar nicht böswillig gemeint von unseren Eltern wenn wir schon früh zu hören kriegen, wenn wir das ‚Richtige‘ tun, z.B. gute Noten bekommen, sind wir ein gutes Mädchen/guter Junge und werden gelobt und anerkannt und wenn wir uns nicht konform dem gegenüber verhalten was als ‚Normal‘ angesehen wird, sind wir schlecht. Ganz häufig sind diese Glaubenssätze aus unserer Kindheit so stark in uns verankert, dass wir dann als Erwachsener gar nicht mehr den Blick herauswenden können aus dieser Matrix und dies als die ultimative Wahrheit ansehen. Ängste werden bewusst geschürt, damit wir bloß nicht versuchen auszubrechen aus diesen Normen. Vor allem in Deutschland leben wir in so einer starken Leistungsgesellschaft, dass du nur anerkannt wirst, wenn du z.B. einen Job, eine Beziehung, eine tolle Wohnung etc. hast. Es wird Wert darauf gelegt, dass du in deinem Job viel verdienst, aber es ist zweitrangig ob du dabei erfüllt bist. Denn: Arbeit macht nicht immer Spaß! Zumindest erzählen das so viele Leute um uns herum. Wieviele ‚Montags könnt ich kotzen‘-Sprüche haben wir schon zu hören bekommen? Es scheint kaum vorstellbar zu sein, dass wenn man nur das tut was einem Spaß macht, dass man damit (beruflich) erfolgreich sein kann. Außen vor, dass Erfolg auf vielerlei Hinsicht zu definieren ist.

Alte Glaubenssätze auflösen

Wenn wir also herausfinden wollen wo unser Platz ist im Leben, was wir wirklich wollen und was uns glücklich macht, müssen wir versuchen diese alten Glaubenssätze und Ängste aufzulösen. Vor allem solche wie „du bist nicht gut genug“. Meiner Meinung nach, ist das einer der stärksten Dogmas die Menschen (unbewusst natürlich) fest verankert haben. Aber du bist genug und du bist gut, klug, schön und alles was du sein willst. Du musst nur daran glauben, dann kannst du alles erreichen.

Um jetzt herauszufinden was du wirklich willst gibt es verschiedene Techniken. Das du diesen Artikel bis hier gelesen hast, zeigt auf jeden Fall, dass du das Bedürfnis und den Willen hast, das herauszufinden und etwas zu verändern. Das ist schon einmal der erste große Schritt. Aber jetzt musst du nicht verzweifeln, weil du danach feststellst: ‚Ich bin in nichts besonders gut.‘ oder ‚Ich habe keine Talente.‘ Auch ich habe jahrelang gedacht, dass ich null Talent habe und nicht klug genug bin in einem speziellen Bereich. Aber wir haben alle eine Gabe, wir müssen uns nur auf den Weg begeben, diese herauszufinden.

Wie fängst du jetzt an?

Nimm dir einmal ein bisschen Zeit und einen Stift zur Hand und schreibe ein paar Antworten auf, auf Fragen die du dir selbst stellst. Diese können z.B. lauten: ‚Woran habe ich am meisten Spaß?‘, ‚Was waren meine Lieblingsfächer als Kind?‘, ‚Was fällt mir leicht?‘, ‚Wer ist mein Idol?‘, ‚Was würde ich tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?‘ oder ‚Wie würde ich meinen Alltag gestalten, wenn ich im Lotto gewinnen würde und finanziell für immer ausgesorgt hätte?‘ und nach den Antworten frage dich immer noch ‚Warum?‘ und denke diese Gedanken dann ein bisschen weiter. Was ich auch empfehlenswert finde bei der Aufdeckung bzw. dem Finden deiner Vision ist ein Zielbild visuell zu erstellen. Was sind die Dinge die du erreichen willst und die dich glücklich machen bzw. was ist das damit verbundene Gefühl das du anstrebst? Drucke dir Bilder aus oder klebe Zeitungsausschnitte zusammen um deine Ziele bildlich zu machen. Das macht eine Menge mit deinem Unterbewusstsein sich diese Ziele zu visualisieren. Und dann lasse Ängste und alte Glaubenssätze los. Ersetze sie durch neue Affirmationen, die du dir selbst immer wieder bewusst sagst. Natürlich würde ich persönlich jedem ans Herz legen dabei verschiedene Meditationen auszuprobieren, um z.B. diese Affirmationen zu verinnerlichen.

Eine neue Welt

Ich habe neulich davon gelesen das Traumata transgenerational weitergegeben werden. Das bedeutet die Generationen vor uns, haben bestimmte Dinge nicht verarbeitet und sie unbewusst an die nächste Generation also die eigenen Kinder weitergegeben.Unsere Vorfahren hatten auch nicht sonderlich den Luxus, die Freiheit und die Zeit die wir heute haben um uns endlich mal mit uns selbst zu beschäftigen. Persönliche Weiterentwicklung ist zu Kriegszeiten auch einfach kein Thema. Aber genau deswegen können wir jetzt unseren Fokus nach innen richten und herausfinden was uns glücklich macht, um dieses Glück weiterzugeben und somit eine neue bewusste und zufriedene Welt zu erschaffen.


Lies auch einen meiner anderen Blogpost z.B. wie du in Aktion kommst oder wie dir Mediation helfen kann.


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