Portugal – Flexibilität & Lockerheit

Portugal- Algarve

Es war schon immer mein Traum mit einem Campervan an der Küste in Portugal entlang zu fahren. Obwohl ich schon in vielen Ländern Europas war, hatte ich es bisher noch nicht nach Portugal geschafft. Endlich sollte es soweit sein. Von Lissabon nach Faro ging der Roadtrip. In der Hauptstadt angekommen, hatten wir erstmal eine Nacht im Hostel gebucht um uns die Stadt ein bisschen anzuschauen. Nachts durch Lissabon zu spazieren, hatte schon was sehr Romantisches! Am nächsten Morgen wurden wir dann von dem Van-Verleiher direkt vor der Tür abgeholt. Sogar eine kleine Lissabon Stadtführung per Auto war dann noch drin. Ich will hier keine Werbung machen, aber die Jungs von ‚Hostel-On-Wheels’ sind wirklich zu empfehlen. Es hat alles wunderbar geklappt mit der Organisation und war sehr angenehm und unkompliziert. Auch das Navi im Auto war natürlich ein super Luxus, da ich keine SIM Karte gekauft hatte um Google Maps zu benutzen. Der Campervan war ein ausgebauter Fiat der komplett neu war und die Vermieter-Jungs alles selbst aufgerüstet hatten. Dusche, Toilette, Bett, Herd, Spüle, Kühlschrank. Alles was das Herz begehrt. Sogar WLAN und sonstige Annehmlichkeiten konnte man sich dazu buchen, wenn man mochte. Das einzige was wir dazu gebucht hatten, waren Surfboards. So musste man auch nicht am jeweiligen Ort noch nach einem Surf-Rental suchen. Im April war auch das perfekte Wetter. Es war sonnig und warm und trotzdem angenehm um nachts zu schlafen. Das Wasser war natürlich trotzdem sehr kühl, was aber auch im Sommer immer frisch bleibt im Süden von Portugal.

Ich hatte keinen genauen Plan wo es langging bzw. welche Strecke wie am besten aufgeteilt werden sollte um möglichst viel zu sehen. Der ganze Urlaub war eher spontan. Von daher ergab es sich auch, dass wir spontan zu einem Festival weiter im Norden an der spanischen Grenze fuhren, auch wenn das überhaupt nicht auf der Strecke lag. Ein Bekannter den wir in Lissabon am ersten Abend trafen, hatte uns davon erzählt. Wenn man immer die Küstenstraßen entlangfahren würde, müsste man mit keinen zusätzlichen Kosten rechnen. Auf dem Weg zum Festival allerdings sind wir, um Zeit zu sparen Autobahn gefahren und da kamen dann ziemlich hohe Mautgebühren auf uns zu. Die Küstenstraßen allerdings sind wunderschön und auch wenn wir uns ein-, zweimal verfahren hatten, war doch jeder Umweg es wert.

Was mir am meisten an Portugal gefiel war die Gelassenheit der Menschen und vor allem der Polizei. Es ist überhaupt kein Problem seinen Wagen direkt am Meer zu parken, wo es eigentlich verboten ist zu übernachten. Nicht einmal waren wir auf ausgewiesenen Campingplätzen etc. gewesen. Das machte den Charme aus. Es ist ein Freiheitsgefühl einfach nach Lust und Laune an der Küste zu übernachten. Zwar fährt die Polizei ab und zu nachts Streife, aber sie haben sich nicht einmal an uns gestört. Als wir das Auto am Schluss am Flughafen in Faro wieder übergeben haben, bestätigten uns das auch die Besitzer. Sie sagten, dass sie eigentlich nicht den Touristen sagen können „Macht was ihr wollt, niemand wird etwas sagen.“, aber in der Tat ist es so. So lang man seinen Müll mitnimmt und nicht allzu viel Lärm macht, fühlt sich niemand gestört. Obwohl auch Lärm wahrscheinlich kein Problem wäre, denn überall wo wir über Nacht hielten, war keine Menschenseele in der Nähe.

Krasse Surftipps kann ich leider nicht geben, denn wir hatten einfach kein Glück mit dem Wind und außerdem war das Wasser einfach zu kalt um ohne Wetsuit länger ins Wasser zu gehen. Mein Fazit dieser Reise ist, dass ich es nur jedem empfehlen kann mit einem Mietwagen das Land zu erkunden. Die Natur ist einfach nur wunderschön! Ich kam nach der Rückkehr gar nicht mehr aus dem schwärmen heraus. Vor allem die Lockerheit fand ich toll, denn in vielen anderen Ländern gibt es weitaus mehr Schwierigkeiten einfach nach Lust und Laune über Nacht zu campieren. Was ich auch noch toll fand, der Flughafen in Faro liegt direkt am Meer. Wenn man also ein paar Stunden zu überbrücken hat, so wie wir das wegen der Übergabe des Autos hatten, kann man entspannt noch am Strand chillen bevor man mit dem Bus 10min zurück zum Faro Airport fährt. Für diese Reise braucht man auch null Vorbereitung oder große Pläne, denn es ist einfach fast überall traumhaft schön und einen Besuch wert.

Da Bilder mehr als Worte sagen, hier noch die schönsten Aufnahmen:

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Portugal- Algarve

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