Negativen in positiven Stress umwandeln

Negativen in positiven Stress umwandeln

Wie gelingt es uns negativen Stress in etwas Positives zu verwandeln? Wenn wir das Wort Stress hören, assoziieren wir automatisch ein nicht angenehmes Gefühl also etwas Negatives damit. Selbst wenn man nach einer Definition googelt, sind die ersten Ergebnisse geprägt durch Worte wie: Anspannung, körperliche oder seelische Belastung, Ängste, Sorge, verursacht durch Probleme… Die generelle Beschreibung und das Bild das wir von „STRESS“ haben ist also im allgemeinen nichts Gutes. Betrachten wir doch aber einmal wieso wir uns eigentlich gestresst fühlen und wo Stress überhaupt herkommt.

Stress ist evolutionär bedingt

Die Ursachen liegen in der Steinzeit. Automatische Stressreflexe mussten damals zwischen Leben und Tod entscheiden. Innerhalb von Sekunden mussten wir maximale Leistung erbringen. Auch wenn unser Stress heutzutage nicht mehr ganz so dramatisch ist, zeigen wir dennoch immer noch dieselben körperlichen und mentalen Reaktionen. Stress aktiviert evolutionär bedingt alle Strukturen des Gehirnstammes und löst die höchste Alarmstufe aus. Unser Nervensystem stimuliert dann unseren Kreislauf. Unser Herzschlag und unsere Atmung werden gesteigert. Gleichzeitigt steigt unser Blutdruck und die sofortige Produktion des Stresshormons Adrenalin beginnt. All unsere Energiereserven werden mobilisiert. Ein weiteres Stresshormon was außerdem automatisch produziert wird ist Cortisol. Dieses Hormon hemmt unser Immunsystem und stärkt unseren Stoffwechsel. Es ist aber außerdem verantwortlich für Schlafstörungen, Depressionen und Angstzustände. Wir verfallen in den Modus „fight or flight“. Das war der Punkt wo wir in der Steinzeit entscheiden mussten vor dem Säbelzahntiger zu flüchten oder in den Kampf zu gehen. Und bis heute hat sich an diesen Abläufen in unserem Körper nichts geändert. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol werden automatisch in jeder Situation ausgeschüttet, die wir als stressig empfinden. Und das ist auch gut, denn der Stress beschützt uns und sorgt für uns in kritischen Momenten. Jedoch kann zu viel Stress sehr gefährlich werden für uns.

Körperliche & psychische Anzeichen von zu viel Stress

Mentale Anzeichen von zu viel Stress können Launenhaftigkeit, Konzentrationsprobleme und Ängstlichkeit sein. Körperlich sind Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, wenig Energie und Erschöpfung bekannt. Gründe für zu viel Stress sind verschieden aber oft sind es Probleme im sozialen Umfeld z.B. durch zu wenig Unterstützung. Auch Druck auf der Arbeit, finanzielle und gesundheitliche Probleme können Ursachen für negativen Stress sein. Auch fühlen wir uns oft gestresst, weil wir heutzutage immer erreichbar sein müssen bzw. es freiwillig sind. Im Smartphone-Zeitalter sind wir ständig „on“ und das kann die Erholung beeinflussen. Über 50% der Deutschen fühlen sich permanent gestresst und angespannt und das mit steigenden Zahlen. Der meistgenannte Grund ist die Karriere. Das hat eine deutsche Krankenversicherung herausgefunden. Außerdem stellten sie die Statistik auf, dass von all den Menschen die ständig gestresst sind, aber nur 63% etwas an ihren äußeren Einflüssen ändern würden. Und je älter die Person ist, je weniger ist sie bereit ihre Lebenssituation zu ändern. Selbst wenn es sie krank macht! Ein permanent hohes Stresslevel kann langfristig zu vielen Krankheiten wie Herzprobleme, Depressionen, Diabetes, Angstzuständen und Burnout führen.

Stress ist nicht dein Feind!

Wir müssen anfangen zu verstehen, dass Stress nicht unser Feind ist sondern uns evolutionär nur schützen will. Das Stresshormon Oxytocin wird außerdem auch das Kuschel-Hormon genannt. Wenn wir es ausschütten suchen wir nach Unterstützung und auf der anderen Seite haben wir das Gespür für andere da zu sein, wenn diese gestresst sind. Wir suchen und geben Halt und Beistand. Das heißt Stress macht uns empathisch und sozial. Wir dürfen nicht vergessen: Stress ausgesetzt zu sein hilft uns systematisch stärker zu werden – physisch, geistig, spirituell und emotional. Der wahre Feind ist unser Versagen Stress und Ruhephasen richtig in der Balance zu halten. Die wenigsten von uns pushen sich kaum genug um ihr wahres Potenzial zu entfalten. Aber auch schlafen und ruhen sich die wenigsten von uns intensiv und lang genug aus als wir es eigentlich sollten. Stress macht uns erfolgreich! Ohne unseren Stress-Alarm würden wir unser Leben lang im Bett bleiben, immer zu spät kommen oder uns nicht um andere oder darum kümmern was um uns herum passiert. Wir müssen den Stress nur richtig nutzen! Dieses Alarmsignal wird uns solange stressen, bis wir den Fokus darauflegen, was wichtig in unserem Leben ist. Stress ist nämlich nur dann ein Problem, wenn wir nicht richtig zuhören was uns unser Gehirn und Körper sagen will. Unser Gehirn möchte, dass wir das Leben kreieren was wir wirklich möchten und uns glücklich macht und will mehr als nur überleben und existieren. Unser Stresslevel wird abnehmen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nach innen richten! Wieso fühlen wir uns erschöpft? Was können wir in unserem Alltag ändern? Was sind Ängste die uns permanent unter Stress setzen? Wir können unser Gehirn genauso wie unseren Körper trainieren.

Finde den Magic Spot

Es gibt also ein Gleichgewicht wo genau die richtige Menge an Stress uns antreibt und zur Höchstperformance treibt. Das Wort sollte also nicht nur negativ betrachtet bleiben. Wir können aktiv den Punkt kontrollieren wo unser Stresslevel uns zu 100% produktiv und gesund hält. Das passiert, wenn wir in allen Bereich die uns wichtig sind, wie z.B. Job, Familie, Freunde & Sport die Balance finden, die uns gut tut. Die meisten von uns laufen instinktiv in einer unbehaglichen Phase durch das Leben. In einer Grauzone wo sie selten voll engagiert aber auch genauso selten komplett entspannt sind. Was können wir in unserem Leben integrieren um regelmäßig unsere Komfortzone zu verlassen? Jeder sollte sich hier eigene Strategien überlegen um sich selbst zu pushen und somit zu wachsen. Die richtige Balance zwischen höchster Produktivität und tiefer Entspannung ist der sicherste Weg in ein mehr erfüllendes Leben um sich vollständig zu verwirklichen.

Negativen in positiven Stress umwandeln

Wie kannst du nun den negativen in positiven Stress umwandeln? Zum einen müssen wir hier unterscheiden in lang- und kurzfristige Strategien, worauf ich später aber noch einmal zusammenfassend eingehe. Im Folgenden möchte ich dir jetzt einige Beispiele geben, die dir zeigen sollen wie einfach es im Alltag ist, Situationen in denen du gestresst bist, anders zu bewerten. Durch Wiederholungen lernen wir und es bringt nichts sich gleich selbst abzuwerten, wenn uns ab und zu unsere Emotionen immer noch kontrollieren. Aber die Spanne zwischen emotionalen Ausbrüchen und Reflektion werden mit der Zeit kürzer. Der erste negative Gedanke den wir ablegen müssen, ist die bereits erwähnte Annahme: „Stress ist unser Feind“. Nein, Stress hilft uns zu wachsen, zu lernen und macht uns erfolgreich! Wir müssen nur das richtige Gleichgewicht finden, so können wir höchst leistungsfähig und gleichzeitig gesund durch unseren Stress gesteuert werden. Versuche dir das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, in Situationen wo Stress sich unbehaglich anfühlt. Ein zweiter Punkt ist nicht einfach im Hamsterrad mitzulaufen und alles was besteht als gesetzt anzunehmen. Dinge können neu evaluiert werden und es ist wichtig einmal inne zu halten und zu hinterfragen. Wer bin ich? Wie geht es mir? Fühle ich mich wohl in meinem täglichen Leben? Außerdem hilft es nicht sofort frustriert zu sein, wenn man Anforderungen nicht gerecht werden kann oder aufgrund von zu viel Stress bestimmten Erwartungen nicht entspricht. Diese negativen Gedanken über sich selbst sind Gift für uns. Stattdessen sieh Fehler als Lehrstunden an, aus denen du viel für die Zukunft mitnehmen kannst und etwas über dich selbst dazu lernst. Des Weiteren solltest du auf keinen Fall dein Stresslevel einfach akzeptieren, weil es sich so als „normal“ eingeschlichen hat oder schon immer so war. Bewerte deinen Stress neu. Begib dich in eine äußere Beobachterposition und betrachte ob der Stress den du hast dir guttut und wirklich notwendig ist. Ein fünfter wichtiger Punkt wie du deine negativen Gefühle in positive umwandelst, ist Dankbarkeit. Konzentriere dich nicht darauf was dir fehlt und was du noch alles bräuchtest um dem Stress und den negativen Emotionen zu entkommen, sondern sei zufrieden. Sei dankbar für all das was du schon besitzt und erreicht hast. Richte deinen Fokus weg vom Mangel hin zu Fülle! Als sechsten Punkt möchte ich, dass du dich nicht selbst abwertest. Denke nicht, es ist egoistisch dich um dich selbst zu kümmern. Es hat nichts mit Egoismus zu tun, wenn du für dich sorgst und darauf achtest, dass es dir gut geht. Du kannst anderen nicht helfen und Energie geben, wenn sie dir selbst fehlt. Schaue was dir gut tut und nimm dir bewusst Zeit für dich selbst. Schreibe wie alle anderen deiner Termine in deinen Kalender, auch Zeiten wann du etwas für dich tust. Was auch immer es ist, was dich entspannt. Zum Beispiel ein langer Spaziergang, eine Bildergalerie, ein heißes Bad, ein spannendes Buch oder Sport. Setze dir bewusste regelmäßig Relax-Termine für dich selbst. Was dir weiterhin bewusst sein sollte: Deine Gedanken sind keine Fakten! Du kannst deinen Gedanken nicht blind vertrauen, auch wenn wir das vielleicht über viele Jahre hinweg getan haben. Realisiere, dass deine Gedanken nur deine eigene Realität sind und nicht real sind für andere oder ein Fakt. Dasselbe gilt für Erwartungen. Überprüfe ob deine Annahme von den Erwartungen anderer an dich auch wirklich der Wahrheit entspricht. Vielleicht gehst du davon aus, dass dein Chef oder dein Partner die eine oder andere hohe Erwartung an dich hat und setzt dich dadurch selbst unter Druck. Aber hast du schon einmal nachgefragt, ob das auch wirklich stimmt? Klare Kommunikation mit allen Menschen, mit denen du im Alltag zu tun hast, ist essenziell und super wichtig für deine Grundzufriedenheit. Auch deine eigenen Erwartungen an dich, sind es Zeit einmal hinterfragt und neu evaluiert zu werden. Musst du immer perfekt in allen Dingen wie in deinem Job sein oder reicht es auch dein Bestmöglichstes zu tun, in Balance mit anderen Faktoren die dir wichtig sind, wie Gesundheit, Familie oder Lebensfreude? Ein nächster Punkt, von dem ich selbst ein Lied singen kann und der mich am meisten herausfordert ist Ungeduld. Wir müssen einsehen, dass Ungeduld uns NICHTS bringt. Wenn wir Zeitstress haben und wir stehen im Stau oder an der roten Ampel im dicken Verkehr, bringt es einfach rein gar nichts sich darüber aufzuregen und sich selbst noch mehr zu stressen. Es kommt nichts Positives dabei raus, im Gegenteil. Ich kann es aber allzu gut verstehen, wenn man seine Gefühle über den verpassten Termin schwer unterdrücken kann. Dennoch sollte man in Momenten, wenn es nicht in der eigenen Macht liegt etwas zu ändern, sich entspannen und im Moment ankommen. Tief ein- und ausatmen und bewusst im Hier und Jetzt ankommen! Die meisten Ängste die wir verspüren entstehen, weil wir uns über Dinge aus der Vergangenheit ärgern oder schon im Kopf in der Zukunft sind. In der Gegenwart anzukommen und Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können ist der Ausweg von allen negativen Gefühlen. Ein weiterer Faktor auf der Liste wieso wir uns vom Stress negativ beeinflusst fühlen, ist fehlende Motivation. Oftmals sind wir gestresst, weil wir nicht genug Energie haben oder uns unmotiviert fühlen. Die beste Motivation ist doch das Leben selbst und dass wir uns erlauben zu wachsen. Die Motivation kommt von allein aus dem Wachstum den wir uns gestatten uns selbst zu entwickeln. Wenn wir uns dessen bewusst sind, sind wir automatisch im flow des Lebens und stets motiviert. Denn es ist unser Leben! Dieses eine Leben, was es gilt bis zuletzt auszukosten.

Unbehaglichkeit und das Gefühl nicht 100% gesund zu sein gibt uns außerdem negativen Stress. Wenn wir anfangen unserem Körper zuzuhören und den evolutionären Vorteil nutzen, können wir den negativen in positiven Stress umwandeln. Es ist in Ordnung auch negative Gefühle zu akzeptieren und sich nicht selbst ständig zu degradieren, wenn man nicht jeden Tag 24 Stunden zu 100% happy ist. Jeder hat negative Gedanken und Gefühle, das ist völlig okay. Die Erkenntnis sollte sein, diese nur nicht zu lang überhand über unser Leben übernehmen zu lassen. Kämpfe nicht gegen dich selbst und deine Gefühle an, sondern versuche sie zu verstehen und ihren Ursprung zu erkunden. Für mich ist auch ein besonders wichtiger Punkt den Kern deines Stresses zu finden. Zeige Interesse für dich selbst und die Herkunft deiner Emotionen. Versuche alte Glaubenssätze aufzuklären und Wertevorstellungen die du längst nicht mehr teilst neu zu bewerten. Das können direkte oder indirekte Verhaltensweisen sein, bewusste oder unbewusste Dogmas.

Zum Schluss kommen meine beiden letzten Aspekte und gleichzeitig meine Lieblinge. Das erste lautet: Triff keine Annahmen oder Vermutungen. Hier das beste Beispiel: Mann und Frau sitzen am Essenstisch und er fragt: „Ist das Grüne in der Suppe Spinat?“ Und sie erwidert: „Sag doch gleich, dass dir meine Suppe nicht schmeckt. Ich koche nie wieder für dich. Immer hast du was auszusetzen. Du liebst mich überhaupt nicht. Ich glaube wir sollten uns trennen.“ Ein drastisches Beispiel, ich weiß. Und hier spielen natürlich noch andere Aspekte eine Rolle. (Zum Beispiel das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun in dem beschrieben ist, dass Kommunikation immer vier Seiten hat, die Beziehungsseite, die Sachebene, die Appellseite und die Selbstkundgabe.) Natürlich hat die Frau in meinem Beispiel die Beziehungsebene und ihre Erfahrungen bzw. Erinnerungen an vergangene Situationen mit einbezogen. Aber auf der Sachebene hat der Mann einfach nur gefragt ob das Grüne in der Suppe Spinat ist. Vielleicht mag er Spinat besonders gern oder ist einfach nur neugierig welches Gemüse seine Frau in der Mahlzeit verarbeitet hat. Und sie will sich gleich trennen, nur weil ihr Mann Interesse an Gemüse hat. Was ich hiermit sagen will ist, dass wir oftmals schon Vermutungen anstellen ohne richtig zuzuhören oder einfach nur das Gesagte verstehen ohne unsere Annahmen über die Aussage hinzuzudichten. Das führt oftmals zu Stress und Missverständnissen mit unseren Mitmenschen, den wir einfach vermeiden könnten, indem wir nur das hören und darauf reagieren, was auch wirklich gesagt wurde. Und bei Zweifeln einfach nachfragen, wie die jeweilige Aussage gemeint war. Und mein letzter Lieblingspunkt lautet: Nichts persönlich nehmen! Wir alle leben in unserem eigenen Traum, in unserer eigenen Realität. Wenn jemand dich beleidigt oder dich respektlos behandelt, solltest du das nicht auf deine Person übertragen. In Wirklichkeit kommen seine Ängste und seine Wut aus ihm selbst und haben rein gar nichts mit dir zu tun. Wenn du mit dir im Reinen bist und alles tust um ein guter Mensch zu sein und ein reines Gewissen hast, dann kann es dich kein bisschen tangieren was andere über dich denken. Ich weiß das dies manchmal wahnsinnig schwer ist, vor allem wenn uns Menschen verletzen, die uns nah stehen. Aber vieles was wir hören von anderen schließen wir immer automatisch auf uns selbst. Was wenn das gar nichts mit uns zu tun hat, sondern mit den Problemen des anderen. Nur weil sich dein Gegenüber nicht anerkannt und genug geliebt fühlt, behandelt er andere und auch dich respektlos. Hier möchte ich kurz aus dem Buch „Die Vier Versprechen“ von Miguel Ruis zitieren, da dies eines seiner Prinzipien bzw. der Versprechen ist: „Die persönliche Wichtigkeit, oder Dinge persönlich zu nehmen, ist der höchste Ausdruck von Egoismus, da wir von der Annahme ausgehen, dass sich Alles „um uns“ dreht. Während der Zeit unserer Erziehung, beziehungsweise unserer Domestizierung, lernen wir, alles persönlich zu nehmen. Wir glauben fälschlicher Weise, das wir für Alles verantwortlich sind: Ich immer ich! Aber nichts, was andere Menschen tun hat etwas mit Ihnen zu tun. Sie tun es wegen sich selbst alle Menschen leben in ihrem eigenen Traum. In ihrem eigenen Kopf; sie befinden sich in einer völlig anderen Welt als der Ihrigen. Wenn wir etwas persönlich nehmen, gehen wir davon aus, das der andere weiß, wie es in unserer Welt aussieht: Wir versuchen unsere Welt ihrer Welt aufzuzwingen. Selbst wenn eine Situation besonders persönlich erscheint, selbst wenn andere Sie direkt beleidigen, hat das nichts mit Ihnen zu tun. Was die Betreffenden sagen, was sie tun und die Meinung, die sie von sich geben, entsprechen ausschließlich den Vereinbarungen die sie in ihren eigenen Köpfen getroffen haben. Ihre Sichtweisen resultieren aus den Programmierungen, die sie im Laufe ihrer Domestizierung erhalten haben…“

Lang- & Kurzfristige Strategien

Zum Ende möchte ich nun noch einmal die l

ang- und kurzfristigen Strategien gegen Stress zusammenfassen. Fordere dich selbst heraus und reevaluiere dein Stresslevel erneut. Finde deine Vision im Leben heraus und wofür du dich begeistern und jeden Tag erneut motivieren kannst und folge diesem Weg. Bewerte deine eigenen Erwartungen an dich neu und hinterfrage die Erwartungen anderer. Stelle keine Vermutungen an, sondern habe eine klare, direkte und ehrliche Kommunikation mit deinen Mitmenschen und nimm nichts persönlich. Finde heraus, was der Kern für deinen Stress ist und welchen alten Glaubenssätzen du immer noch folgst bzw. welche Wertevorstellungen zu in deinem Unterbewusstsein verankert hast. Das sind Methoden die nicht von heute auf morgen zu ändern sind. Besonders nicht, wenn du schon einige Jahre eingefahren bist in diese Gewohnheiten. Aber sei es dir selbst wert langfristig Dinge zu ändern, die dich belasten und negativen Stress in dir auslösen. Kurzfristig gibt es allerdings auch ein paar Tools die du anwenden kannst, wenn du schon direkt in der Stresssituation drinsteckst und dein Körper Alarmstufe Rot ausruft. Verbinde dich mit deinem Atem. Achte bewusst auf deine Ein- und Ausatmung. Halte inne und realisiere: Stress ist nicht dein Feind. Er ist natürlich, er beschützt dich und spornt dich zu Höchstleistung an. Mach eine Pause! Wenn dich der Stress überkommt, geh raus aus der Situation, setz dich in die Sonne, geh einen Kaffee trinken oder was leckeres Essen oder mache einen kleinen Spaziergang. Frage nach Unterstützung! Erinnere dich daran, dass Stress auch naturgemäß da ist um uns empathisch und zu sozialen Wesen zu machen, dank des Hormons Cortisol. Also frage nach Support und lasse dir gern helfen von anderen Menschen denen du vertraust. Treibe Sport! Wenn nichts hilft, bewege deinen Körper. Reagiere dich ab und lasse deinen Stress raus bei physischer Ertüchtigung. Außerdem versuche doch einfach mal deine Perspektive zu verändern. Wende dich ab von den negativen Gedanken, hin zu der Fülle und sei dankbar für alles was du in diesem Moment hast. Kümmere dich um andere! Es kann Wunder bewirken, wenn du etwas Gutes für andere tust, wenn es dir schlecht geht. Das klingt vielleicht ein bisschen egoistisch. Aber in dem Moment wo du jemand anderem hilfst, änderst du ebenfalls deine Perspektive und dich erfüllt ein Gefühl von Erfülltheit. Probiere es aus 😉 Musik ist eine weitere kurzfristige Hilfe bei zu viel Stress. Vor allem Alpha-Wellen helfen deinem Gehirn sich zu konzentrieren und sich zu entspannen. Meditations- oder andere Entspannungsmusik kann genauso helfen wie deine Lieblings-Rock-, Punk- oder Elektromusik.

Und der letzte und entscheidende Punkt um kurzfristig dein Stresslevel zu senken ist: ‚Observe it from the moon’, also betrachte deine Probleme einmal vom Mond. Wenn du eine erweiterte Beobachtungsrolle auf die Dinge einnimmst, die dich gerade stressen, wirst du einsehen wie klein und nichtig sie sind. Oftmals nehmen wir uns selbst viel zu wichtig. Die Lösungen unserer Probleme und die Antworten auf unsere Fragen sind doch schon längst da. Bisher haben wir sie doch immer gefunden. Wenn du dir den Worst Case vorstellst der wirklich real passieren kann, wirst du merken das du selbst dafür eine Lösung finden wirst. Und das dieser schlimmste Fall eintritt, ist auch eher unwahrscheinlich. Oftmals löst die Zeit ganz oft allein viele Probleme. In dem Moment wo uns der negative Stress überkommt fühlen wir uns gelähmt, frustriert oder erschöpft. Wenn wir aber später zurückblicken auf diese Situationen in der Vergangenheit kommen sie uns gar nicht mehr so schlimm und dramatisch vor, wir wie sie damals empfunden haben. Also vertrau darauf, dass du eh eine Antwort finden wirst. Unsere Probleme sind doch im Vergleich zu den echten Problemen dieser Welt nur ein Fünkchen was gleich wieder zu Staub wird, wenn wir es nur wollen und die Schönheit des Lebens realisieren. Dann verstehen wir, dass es nicht wert ist unsere Gesundheit oder unsere Lebenszeit zu opfern um uns abzuhetzen, sondern unser Stresslevel so ausrichten das wir topfit und voller Tatendrang durchs Leben gehen.

Schreibe einen Kommentar