Mehr als Mutter oder Muse

mehr als mutter oder muse


Sind Frauen mehr als nur Mutter oder Muse? Schaut man in der Geschichte zurück, gibt es bei weitem nicht so viele bekannte und erfolgreiche Frauen wie Männer. Maria Stuart, Sissi, Mutter Theresa, Marilyn Monroe, Angela Merkel. Viele mehr fallen mir dann nicht ein und die meisten waren ebenfalls nur eine Art Muse. Im Vergleich zu den Männern die tatsächlich was gerissen und viel verändert haben ist die Liste der Frauen vergleichsweise klein. Wieso ist das so? Schauen wir mal gaaaanz zurück. Damals saßen die Frauen in der Höhle und haben was? Natürlich! Frauen haben Kinder bekommen und sie behütet und aufgezogen. Sie haben auch Früchte gesammelt und die Höhle gemütlich hergerichtet. Währenddessen sind die Männer jagen gegangen. Soweit klar. Später als man nicht mehr Jagen musste, es erst Landwirtschaft und dann das Geld gab, wussten die Männer nicht mehr wohin mit ihrer Kraft. Also haben sie ihr Gehirn expandieren lassen. Haben große Geschäfte aufgezogen, Dinge erfunden und Forschung betrieben. Sie waren wissenshungrig und wollten immer mehr. Und was taten die Frauen? Richtig! Sie waren weiterhin Mutter und Hausfrau. Die Männer haben wie wild geforscht, Länder erkundet und bahnbrechende Innovationen erfunden. Schließlich wohnen wir deshalb jetzt in schicken Wohnungen mit Kühlschränken, Waschmaschinen und TV-Geräten und nicht mehr in Höhlen. Ein Hoch auf die Männer und ihre Erfindungen. Nein, ganz so ist es natürlich dann auch nicht. Die Frauen haben mit Sicherheit auch ihren Teil zur Entwicklung beigetragen. Zumindest und das kann sicherlich keiner bestreiten, haben sie ihre Männer im hohen Maß inspiriert. Sie waren die Muse die jeder große Denker braucht. Oftmals sogar kamen die entscheidenden Ideen von den Ehefrauen zu Hause, weil sie einfach eine andere Perspektive auf die rationalen Vorgänge der Männer hatten und damit höchstwahrscheinlich den Jungs oft den entscheidenden Denkanstoß gaben. Aber seien wir ehrlich, die Mehrzahl der Frauen waren eben nur Mutter oder Muse!

Gegenwart

Jetzt sind wir fast in 2017 angekommen und ich bin froh, dass ich als Frau wählen gehen darf und auch studieren. Ich kann meine Kinder selbst erziehen und habe enorm viele Freiheiten. Ich bin wahnsinnig glücklich frei und selbstständig nicht nur zu sein sondern auch sein zu dürfen. Anerkannt von der Gesellschaft. Naja – zumindest meistens. Frauen werden oft leider immer noch schief angeguckt wenn sie die Karriere den Kindern vorziehen oder einfach keinen Mann brauchen um ihr Ding durchzuziehen.
Da ist der Punkt. Brauchen wir Männer überhaupt heutzutage noch? Ich gehe studieren, verdiene mein eigenes Geld und kann mir selbst eine Wohnung kaufen oder mieten. Zusätzlich brauche ich auch keinen Mann der mich beschützt vor wilden Tieren oder Naturkatastrophen. Ich kann komplett für mich selbst sorgen! Natürlich bin ich trotzdem ein soziales Wesen das Nähe braucht und natürlich meinen Trieben zufolge sich dem anderen Geschlecht (oder eben auch demselben) hingezogen fühlt. Ich möchte mich geistig austauschen und mein Leben gern teilen mit einer weiteren Person. Ein Mann muss es für mich eigentlich nur noch sein, da ich heterosexuell angezogen werde von Männlichkeit. Ist es dann NUR noch ein Sex-Ding? Intellektuell austauschen oder eine Wohnung teilen, könnte ich mir ja auch mit einer Frau!? Ich bin mir nicht sicher..

Zukunft

Aber evolutionstechnisch denke ich, dass wir Frauen jetzt auch am Zug sind. Wir brauchen unser Leben nicht mehr nur dem Kinderkriegen und der Inspiration der Männerwelt widmen. Wir können erfinden und erforschen und Großes erreichen! Frauen können ihren eigenen Weg gehen, nicht nur den Weg den die Natur oder die Gesellschaft vorgibt. Zugespitzt und rein rational gedacht gibt es ja genug Menschen auf dem Planeten, sogar viel zu viele um ihn am Leben zu erhalten mit unserer Art die Natur zu zerstören. Also als fortschrittlich denkende Frau müsste ich mich ja sogar gegen das Kinderkriegen entscheiden, da es eben einfach genug Kinder auf dieser Welt momentan gibt. Und wenn ich Muttergefühle naturbedingt entwickle, dann adoptiere ich und schenke einem Kind ein wundervolles zu Hause welches vielleicht von einer Mutter geboren wurde, die nicht so viele Möglichkeiten im Leben hat, wie ich sie habe und deswegen das Kind nicht großziehen kann. Rein hypothetisch wäre das doch der intelligenteste (und nicht egoistische) Weg, oder?

Das sind alles nur Überlegungen die mich immer weiter abdriften lassen. Ich will hier nicht das klassische Frauen-/Mutterbild oder das der Herren in Frage stellen. Auch möchte ich nicht mit Fackeln für die Emanzipation herrenregierte Managementetagen einrennen. Lediglich möchte ich meine Gedanken nur weiterführen lassen und alles Bekannte hinterfragen.

Frauen sind das schwache Geschlecht. Ja, körperlich ist das einfach nicht zu bestreiten. Aber nachdem wir jahrelang einfach gar nicht die Möglichkeiten bzw. Rechte hatten uns so intellektuell auszuleben wie wir es vielleicht gern getan hätten, um den Männern den Rücken zu stärken (und weil wir sie auch brauchten um „beschützt“ zu sein) und die Emanzipation nun auch schon seit einigen Jahren fortgeschritten ist, sollte es nun vielleicht nicht um die männliche Emanzipation oder die Angleichung gehen. Vielmehr sollte doch einfach bedacht werden, dass Frauen es genauso drauf haben können.

Männer und Frauen sind unterschiedlich. Und das ist wunderschön so. Die Evolution passt nun aber eben auch unsere Gehirne bzw. Denkweisen an und das ist ebenso wunderschön. In einer Welt in der nur Liebe herrscht, würde eine Frau auch nicht mehr die körperlichen Defizite zu spüren bekommen und Machtausübung (vor allem allein physisch) wäre ein Fremdwort. Ich könnte um jede Tages- und Nachtzeit auf die Straße durch dunkle Gassen gehen und durch ferne Länder trampen. Leider ist das auch heutzutage noch nicht der Fall und die meisten Frauen haben (leider zurecht) Ängste. Gleichberechtigung sollte auf diese Weise mehr regieren. Gegenseitige Unterstützung und Toleranz ist angebracht in einer fortschrittlich denkenden Welt.

Ich bin stolz eine Frau zu sein und ich bin dankbar für meine Rechte und Stärken! Ich möchte andere Frauen ermutigen selbstbewusst ihr Leben zu leben. Manche Frauen stehen immer noch im Schatten ihrer Männer und das sogar in Deutschland. Wir sind endlich an dem glücklichen Punkt, wo wir keinen Mann brauchen… für nichts, außer zum lieben! <3


Spannende Literatur zum Thema:
Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte
Gelassen und ein bisschen weiser: Lebensansichten starker Frauen
EigenSinnige Frauen
Frauen, die denken, sind gefährlich und stark
Was Frauen predigen würden


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1 Kommentar

  1. Ein sehr schöner Beitrag, der mich inspiriert und zum Nachdenken bringt. Danke für die hervorragende Aufarbeitung dieses Themas. lg Melanie – http://www.honigperlen.at

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